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1 Von Ohlstadt auf den Heimgarten
Da der Ausgangspunkt auf 664 m liegt muss man sich bei dieser Tour über eine ausreichende Schneelage vergewissern. Vom Bahnhof zum eigentlichen Ausgangspunkt sind knapp 2 km zurückzulegen, die bei genug Schnee ein gemütliches Warmlaufen ermöglichen.
Vom Bahnhof geht man nach Osten und überquert die Hauptstraße. Dort gelangt man auf eine kleine Böschung auf der sich auch schon der Weg befindet, der uns nach links immer in östlicher Richtung nach 2 km zu einer Strassengabelung bringt. Hier kurz rechts und dann halblinks (Nicht den Bach überqueren!) und man steht an einem Parkplatz, den die Autofahrer als Ausgangspunkt benutzen. Von nun an folgt man ein langes Stück den breiten Fahrweg nach Osten (Sommerweg 441). Erst an der Gabelung am Leonardstein (südlich des Gr. Illing) biegt man nach rechts ab, überquert einen Bach und gelangt ins Bachbett des Schwarzrein - Graben. Diesem sollte man aber nicht zu lange folgen, sondern nach ca. 400 m rechts steil aus ihm heraus und weiter entlang des Sommerweges zu Bärenfleckhütte gehen. Hier wendet man sich etwas nach Süden, der Wald wird lichter und steiler. Dort wo es richtig steil wird quert man ein wenig nach links und erreicht die lichten Nordhänge unterhalb des vom Heimgarten zum Raueck ziehenden Rückens. Ist man am Scheitelpunkt angelangt, wendet man sich nach links und erreicht bald den Gipfel des Heimgarten (1790 m).
Zeit / Höhenmeter: 3 Std. / 1100 Hm. Schwierigkeit: Mittel Karte: Kompasskarte Nr. 6 Walchensee, Wallgau-Krün, 1:50.000. Anreise: Von München Hbf. zur vollen Stunde direkt nach Ohlstadt. Fahrtdauer: 1:03 h Zum Ausgangspunkt: 30 min.
2 Von Scharnitz zur Pleisenspitze
Vom Bahnhof aus folgt man zunächst der Hauptstraße bis zur Isarbrücke. Links unter den Gleisen hindurch und schon kann man die Ski auf dem Fußweg anschnallen, der parallel zum Fluss verläuft. Wir folgen der Isar bis nach der ersten längeren Steigung ein unübersehbares Schild auf die Pleisenhütte hinweist. Der abzweigende Forstweg hat ein längeres Flachstück, bevor es nach Überqueren des ersten Baches rechter Hand auf dem alten Hüttenzustieg steil durch den schönen Bergmischwald hinauf geht. Man gelangt wieder auf den Fahrweg und auf einer langen Traverse schließlich zur Pleisenhütte (1757 m). Der nun folgende Latschengürtel wird am besten auf dem Sommerweg (Beginn links hinter der Hütte.) durchquert, um schließlich ins breite Vorderkar zu gelangen. Man tut weder sich noch den Latschen einen Gefallen, sich mit den Skispitzen durch freiliegendes Astlabyrinth zu quälen. Deshalb ist es ratsam, sich telefonisch zu vergewissern, dass die Schneelage hoch genug ist. Aus der breiten Mulde steigt man nun auf den gegenüberliegenden Südrücken der Pleisenspitze über den man in immer gleicher Richtung aufsteigend schließlich den höchsten Punkt erreicht (2569 m).
Höhenmeter/ Zeit: 1600 Hm./ 4-5 Std. Schwierigkeit: Aufgrund der Länge schwer Karten: AV Karte Karwendel 1:25000, Nr.: 5/1 (Westliches Blatt). Hütte: Pleisenhütte 1757 m, privat, ganzjährig am Wochenende bewirtschaftet, Tel. (0043) 5213 5491. Anreise: Von München Hbf. über Mittenwald nach Scharnitz. Fahrtdauer: 2:02 h Zum Ausgangspunkt: ca. 10 min
3 Von Scharnitz auf Östliche Karwendelspitze und Birkkarspitze
Der lange und flache Anstieg zum Karwendelhaus lohnt sich eigentlich nur bei einer Übernachtung im Winterraum. Als Zwei–Tagestour kann man dann zwei der beeindruckendsten – aber auch anspruchsvollsten - Skitouren im Karwendel erleben.
Vom Bahnhof geht man zur Hauptstraße und auf ihr nach Süden. Gleich nachdem man die Isar überquert hat, wendet man sich nach links, unterquert die Bahngleise und folgt dem Fluss. Bald weist ein Schild nach links auf den Weg zum Karwendelhaus, das man auf dem Fahrweg durch das gleichnamige lange Tal zum Schluss in einigen Serpentinen erreicht. Zur östlichen Karwendelspitze wendet man sich nach Norden ins Grabenkar, das man bis in den hintersten Winkel emporsteigt. Hier öffnet sich links eine schmale Fortsetzung des Kares über die man zum Schluss wieder links haltend die Südflanke erreicht. Von hier geht es zunächst hinauf zum Südgipfel und schließlich über einen kurzen aber ausgesetzten Grat (Stellen I) nach Norden zum Gipfel (2537 m). Abfahrt wie Anstieg. Zur Birkkarspitze folgt man zunächst dem Sommerweg, der durch die Lawinenverbauungen oberhalb der Hütte ins Schlauchkar hinein führt. Nun folgt man immer dem Kar in südöstliche Richtung. Der Felsabbruch gegen Ende des Kares wird in einem weiten Linksbogen umgangen. Man erreicht den Sattel zwischen Ödkarspitzen und Birkarspitze und wendet sich nach Osten. Den zum Teil mit Drahtseilen gesicherten Gipfelhang ersteigt man am besten zu Fuß, um schließlich den höchsten Punkt (2794 m) des Karwendelgebirges zu erreichen.
Abfahrt wie Anstieg.
Anspruchsvolle Variante: Überschreitung der Ödkarspitzen – Abfahrt ins Marxenkar – Aufstieg zur Seekarspitze – Abfahrt durchs Neunerkar.
Zeit/ Höhenmeter: Bis Karwendelhaus 4 Std. / 800 Hm. Von hier zur Östlichen Karwendelspitze 2,5 Std / 800 Hm. Von Hier zur Birkkarspitze 3,5 Std./ 1000 Hm. Schwierigkeit: Schwer Karten: AV Karte Karwendel 1:25000, Nr.: 5/1,5/2 (Westliches uns mittleres Blatt). Hütte: Winterraum des Karwendelhauses, 1771 m. Anreise: Von München Hbf. über Mittenwald nach Scharnitz. Fahrtdauer: 2:02 h Zum Ausgangspunkt: ca. 10 min
4 Von Scharnitz auf die Arnspitze
Die Winterbesteigung der Arnspitze ist eine anspruchsvolle Unternehmung, die nur bei absolut sicheren Lawinenverhältnissen in Angriff genommen werden darf.
Vom Bahnhof geht man zur Hauptstraße und folgt dieser bis kurz vor der Grenze eine Brücke über die Isar führt. Man überquert diese und trifft auf den nach Mittenwald führenden Wanderweg. Man folgt diesem zuerst in nordwestlicher und später nördlicher Richtung, wobei man die Abzweigung des Weges zur Arnspitze entlang des Arntalköpfls ignoriert und immer im Talboden bleibt. Nach ca. 2 Km wird der Wald lichter und man trifft auf ein Wegkreuz. Hier wendet man sich links vom Weg ab und geht in westliche Richtung auf das Ende der Hasellähn Rinne zu. Durch sie führt der weitere Aufstieg. Der Felsaufschwung im unteren Teil der Rinne wird rechts umgangen (zumeist zu Fuß). Danach wird die Rinne etwas flacher. Die Rinne öffnet sich schließlich zu einem weiten Kessel, dessen Hänge man in einem weiten Rechtsbogen ersteigt. Dort wo es flacher wird quert man in südliche Richtung auf das Plateau, auf dem die kleine Arnspitzhütte (nicht bewirtschaftet) steht. Man geht etwa 200 m nördlich der Hütte vorbei auf den Sattel zwischen Arnspitze und Arnkopf zu. Bevor man diesen aber erreicht öffnet sich auf der rechten Felsseite eine steile und enge Rinne durch die der Gipfelanstieg (je nach Verhältnissen auch zu Fuß) erfolgt. Am Ende der Rinne trifft man wieder auf den Sommerweg, der über die steile Südflanke des Gipfels zum höchsten Punkt (2196 m) führt.
IAufstiegszeit / Höhenmeter: 4 Std. / 1300 Hm. Schwierigkeit: Schwer Karten: AV Karte Wetterstein 1:25000 Nr. 4/3 (Östliches Blatt). Hütte: Arnspitzhütte (Unbewartet) Anreise: Von München Hbf. über Mittenwald nach Scharnitz. Dauer: 2:02 h Zum Ausgangspunkt: ca. 5 min
5 Zweitagesskitour Solstein – Eppzirler Tal
Route: 1.Tag: Von der Haltestelle Hochzirl folgt man zuerst den Gleisen nach Osten und dann einem steileren Hohlweg bergan nach Norden. Dieser trifft bald auf den Fliesner Waldweg, der nach Nordosten taleinwärts führt. Er verläuft in etwa parallel zum tief unten gelegenen Ehnbach. Nach ca. 1 Std. stößt man auf einen breiten Fahrweg, den man bis zum Talschluss folgt. Nun überquert man auf einer Brücke den Bach und steigt über lichten Wald zur Solnalm hinauf. Ein kurzes Stück geht man weiter nach Norden und fährt dann nach Osten ein wenig hinab in ein Bachbett, das man an einer geeigneten Stelle überquert. Von nun an geht es immer die Richtung beibehaltend den gewaltigen Westrücken hinauf. Zuletzt gelangt man auf einem breiten, flachen Kamm zum Gipfelkreuz (2541 m). Über die Nordwestflanke kann man direkt zum Solsteinhaus abfahren. 2.Tag: Von der Hütte wendet man sich nach Norden und fährt in das bereits am Vortag betretene Bachbett hinab. Nun geht es bald steiler hinauf in die Eppzirler Scharte. Dort wartet auf der anderen Seite ein Traumhang auf die Abfahrt ins Kuhloch und zur Eppzirler Alm. Durch das gleichnamige Tal geht es nun immer in nördlicher Richtung den Bach entlang zum Talschluss bei Gießenbach (Wenn nicht gespurt ist, muss man große Teile schieben). In Gießenbach ist links schon die Zughaltestelle zu sehen. Variante: Besteigung der Kuhlochspitze vom Kuhloch aus (Gipelgrat zu Fuss: II)
Zeit / Höhenmeter: 1. Tag: 4 Std./ 1540 Hm. 2. Tag: 2 Std./ 500 Hm.(Mit Kuhlochspitze entsprechend länger) Schwierigkeit: Mittel bis schwer. Karte: Alpenvereinskarte Karte 5/2 Karwendelgebirge (Westliches Blatt). Stützpunkt: Solsteinhaus, 1806 m; Im Winter nicht bewirtschaftet, nur Winterraum hinter der Hütte Anreise: Von München Hbf. über Garmischund Scharnitz nach Hochzirl. Rückreise: Von Haltestelle Gießenbach (Nicht alle Züge halten dort, auf Anschluss achten!) Dauer: 2:36 h Zum Ausgangspunkt: 0 min
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