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TREKKING IM HUNZATAL Im alten Königreich der Hunza führen die Pfade aus grünen Flußoasen hinauf zu den längsten Gletschern der Welt
TREKKS:
Entlang der Kanäle Karimabads Auf der Sonnenterrasse Karimabads liegt die ideale Eingehtour mit berauschendem Blick auf den Rakaposhi. Vom Polofeld in Baltit führt sie entlang des Hauptbewässerungskanals durch Felder und Pappelhaine zum Nachbardorf Hyderabad. Von dort führt ein etwas tiefer gelegener Kanal den ganzen Weg zurück nach Baltit. (Gehzeit: 3-4 Std.)
Ultar Tal  Diese Tour kann als Ein- oder Zweitageswanderung unternommen werden. An der Baltitfestung vorbei einem Kanal folgend zum Schluchteingang. Von da auf recht schlechten Weg die steile Seitenmoräne hinauf. Nach ca. 2 Stunden wird es etwas flacher und man gelangt nach einer weiteren Stunde zu den Almwiesen des Ultartales. Im Sommer dort Einkehr- und Schlafmöglichkeit in Hirtenzelten. (Wasser vorhanden.) Von hier entweder auf gleichem Weg zurück oder am nächsten Tag auf den Hon. 4 anstrengende Stunden geht es nach Westen durch wegloses Gelände zu einer Scharte. Von dieser über einen breiten Rücken hinauf zum höchsten Punkt. (4500 m). Wer den unglaublichen Blick auf Diran und Rakaposhi genießen will, sollte genung Wasser mitnehmen. Zeit/Höhenmeter: 1. Tag: 3-4 Std./ 900 Hm. 2. Tag: 4 Std. (Einfach)/ 1200 Hm.
Hängebrückenwanderung Wenig anstrengender, dafür aber schwindelerregender Rundweg. Von der ersten Kehre des KKH südöstlich von Pasu führt eine Pfadspur (Steinmänner) hinunter zum Hunza-Flußbett. In diesem bis zur ersten Hängebrücke und über sie auf den gegenüberliegenden riesigen Schwemmkegel. Diesen immer gerade hinauf und erst sehr weit oben hinüber zum Dorf Zarabad queren. Von da guter Weg zur zweiten Hängebrücke, über die wir zum Dorf Hussaini gelangen. Entweder mit Bus oder Lkw zurück nach Pasu oder zu Fuß über den nahen Borit See und von da in nordöstlicher Richtung (etwas Orientierungssinn hilfreich) durch eine Art Steinwüste zurück. Gehzeit/Höhenmeter: Bis Hussaini: 3-4 Std./ 200 Hm. Hussaini-Pasu: 3-4 Std./ 300 Hm.
Yunz-Tal Einsame Tagesrundwanderung bei der man mit einer Übernachtung einen 4000er besteigen kann. Von Pasu in Richtung Pasugletscher und nun nicht wie im Lonely Planet beschrieben gleich den Hang rechts hinauf (Der alte Weg ist fortgespült.) sondern im Talboden bleiben. Den neuen Steinmännern folgend die Moräne hinauf. Danach flach durch ein Tälchen und nochmals steil in das Hochtal. (Vom höchsten Punkt des Talles (Sattel) Abstecher zum sogenanten Viewpoint möglich: Ca. 30 Min./ 200Hm./Gute Wegspuren). Nun auf der anderen Seite hinunter zum Baturagletscher und über dessen Seitenmoräne zum Teil etwas mühsam ins Haupttal zurück. Gehzeit/Höhenmeter: 7-8 Std./ 700 Hm. Variante-Patundas: Es lohnt sich im Yunztal zu übernachten (Steinhütten am Sattel bieten guten Schutz, Wasser muß mitgenommen werden.) und am nächsten Tag den Patundas zu besteigen. In steilenm und weglosem Gelände geht es den riesigen Hang westlich des Hochtals hinauf. Auf ca 3900 m erreicht man einen breiten Rücken, der ohne Orientierungsprobleme zum höchsten Punkt führt. Gehzeit/Höhenmeter: 4 Std./ 1000 Hm.
Rakaposhi Basecamp Der landschaftlich abwechslungsreichste Trekk im Hunzatal. Entlang der Bewässerungskanäle zu der einzigen Brücke über den Gletscherbach. Dann erst steil, später flach auf gutem Weg in Richtung Wasserfall. Links von diesem hinauf zu schönen Almwiesen (Gute Zeltmöglichkeit). Nun steil durch Kiefernwald auf die markante Seitenmoräne. Nach einem schönen Aussichtspunkt etwas heikle Querung hinüber zur Wiese des Basecamp. (Von Juli bis September Wasser meist vorhanden.) Gehzeit/Höhenmeter: 5-6 Std./ 1400 Hm. Tip: An zweiten Tag Querung des Gletschers zum Diran Basecamp mit Führer oder entsprechender Erfahrung. Gehzeit/Höhenmeter: 3-4 Std./ 500 Hm. Rakaposhi Gletscher
Nanga Parbat Basecamp Der Nanga Parbat gehört zwar schon zum Himalaya, der Ausgangspunkt Raikot Bridge liegt jedoch direkt am KKH. Von der Brücke mit Jeep über schwindelerregenden Fahrweg zum Dorf Tato. Von hier auf ehemaligem Fahrweg bis zur “Märchenwiese” (Kleines Lokal und Blockhütten, bzw. Zeltmöglichkeit gegen geringes Entgelt). Oder noch weiter durch den Wald zur Alm Baylam. Am zweiten Tag immer in Richtung Nanga Parbat Nordwand über Moränengelände mit Hilfe von Steinmännern zum Basecamp. Gehzeiten/ Höhenmeter: Tato-Märchenwiese: 2-3 Std/ 1000 Hm. Märchenwiese-Baylam 2 Std./ 250 Hm. Baylam-Basecamp: 2-3 Std./ 500 Hm.
INFOS: Allgemeines: Der Karakorum liegt norwestlich des Himalayas und besitzt mit dem 8611 m hohen K2 den zweithöchsten Berg der Erde. Politisch gehört es zu der pakistanischen Provinz Nothern Areas (Provinzhauptsatadt Gilgit). Hauptstadt der 1947 gegründeten, islamischen Republik Pakistan ist Islamabad. Staatssprachen sind Urdu und Englisch, Währung die Pakistanische Rupie. Anreise: Entweder mit British Airways über London oder direkt mit Pakistan International Airlines (PIA) nach Islamabad. Weiter nach Gilgit per Flug: (PIA-Büro Nothern Areas: The Mall, Rawalpindi oder 7th Ave, Blue Area, Islamabad) Günstig aber oft ausgebucht. Oder auf dem KKH: Mit den staatlichen Bussen der Nothern Areas Transportion Company (NACTO) 6 mal täglich vom Pir Wadhai Busbahnhof nähe Rawalpindi. Eng und voll; Fahrzeit ca. 18 Stunden. Wer es komfortabler haben will kann sich als Gruppe auch einen Minibus mieten. Von Gilgit dann mit NACTO oder Minibusen ins Hunzatal. (Ca. 3 Stunden nach Karimabad) Information: Pakistan Tourism Developement Corporation (PTDC) Islamabad 13-T/U, College Road, F-7/2, tel. 816932; PTDC Gilgit, Chinar Inn, Barbar Road, tel.2562. Visum: Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Rheinallee 24, 53173 Bonn, tel. 0228/9553-202. Kostet DM 40 für 3 Monate. Geld: Am bestenTraveller Checks (In Dollar) oder Dollar in bar. Bei National Bank of Pakistan auch DM-Umtausch möglich. Bei Verlust: American Express Büros in Islamabad und Rawalpindi. Beste Reisezeit: Generell Juni bis Oktober, Hochsaison Juli/August, September sehr empfehlenswert. Ausrüstung: Für die vorgestellten Trekks ist eine normale Bergwanderausstattung ausreichend. Wer gern allein wandert nimmt dazu noch Zelt, Schlafsack, Isomatte und Kocher mit. Ansonsten kann man sich bei den Ausgangspunkten auch Führer, bzw. Träger mit entsprechender Ausrüstung mieten. Übernachtung: An den Ausgangspunkten für Wanderungen gibt es ausreichend Lodges und Hotels schon ab DM 5 bei einfacher Ausstattung. Verpflegung: Die pakistanische Küche ist fleischorientierter als die indische, doch auch Vegetarier müssen nicht verhungern. Im Gebirge meist einfache Kost aus Kartoffeln, Spinat und Fleisch. Hervorragend als Wanderproviant: In Gilgit und Karimabad große Auswahl an Trockenfrüchten, Rosinen und Nüssen. Gesundheit: In Nordpakistanist keine Malariaimpfung notwendig. Hepatitisschutz und Mittel gegen Durchfall sind empfehlenswert. Die Wanderungen liegen auf einem Niveau, auf dem man noch keine akute Höhenkrankheit befürchten muß. Akklimatisierung in den Talorten ist dennoch empfehlenswert. Religion: In der islamische Gesellschaft Pakistans dominiert die Männerwelt. Bei Beachtung der Kleiderregeln (Keine kurzen Hosen/Röcke) werden ausländische Gäste sehr höflich empfangen, wobei bei Frauen das Tragen eines Kopftuches sehr honoriert wird. Im Hunzatal lebt die liberalere Glaubensgemeinschaft der Ismaeliten, die weder Verschleierungszwang, Ramadan oder Gebete vorschreibt. Organisiertes Trekking: Wer längere Touren plant, dem sei KARAVAN Tours wärmstens empfohlen. Der sehr nette Besitzer Tayyab Syed organisiert auf individuelle Wünsche abgestimmte Trekks im ganzen Karakorum. (KARAVAN Tours, f26 Commercial, Phase 1, LCCHS, Cautt, Lahore, tel. 92 42 5729380, fax. 92 42 5729390) Karten: Hunza-Karakorum, 1:100000, DAV; (Nanga Parbat, 1:50000, DAV) Beide herausgegeben vom Deutschen Alpenverein. DM 12,90 für Mitglieder; bzw. DM 19,80 im Buchhandel. Bücher: John King: Karakorum Highway, Lonely Planet.
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