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>> Die Hochzell ist in Gefahr.

In der Bergwelt oberhalb von Bodenmais wollen ein paar wenige Hoteliers und Unternehmer, die leider aber im Gemeinderat sind, eine Seilbahn bauen. Die Machbarkeitsstudie ist  schon in Arbeit.

Damit dieser Berg nicht verschandelt wird und seine Urwaldreste -  Heimat von Auerhuhn und Luchsen  - erhalten bleiben, hat sich nun in  Bodenmais eine Bürgerinitiative gegründet, die besonders  auf Facebook  aktiv ist.
https://www.facebook.com/?ref=tn_tnmn#!/groups/161267447318066/

Es wäre toll wenn möglichst viele von euch ihren Protest gegenüber diesen Plänen bei der Gemeinde zum Ausdruck  bringen wüden oder, für den Fall dass ihr bei Facebook seid, der o.a.  Gruppe beitreten würden.

Nach Aussagen der örtlichen Umweltschützer besteht Hoffnung, dass das  Projekt zum jetzigen Zeitpunkt noch verhindert werden kann.
 

>> Dokumentation "Funpark Alpen"

Mountain Wilderness Deutschland arbeitet derzeit an einer umfassenden Dokumentation darüber, wie seit  der Millenniumswende "das Oktoberfest in den Österreichischen und  Deutschen Alpen Einzug hält". Diese Publikation soll im Frühjahr 2012  bei Patagonia München der Öfentlichkeit präsentiert werden. Alle  BergsteigerInnen, die sich genauso wie wir in den letzten Jahren über  neue Alpine Coaster, Skyglider, Flying Fox,Hängebrücken, etc. geärgert  haben, bitten wir, uns Informationen (am besten mit Bildmaterial) über  die jeweiligen Installationen zukommen zu lassen. E-Mail: info@mountainwilderness.de

>> Tourismus am  Abgrund - Keine Seilbahn über dem Schwarzwassertal


Unter diesem Motto demonstrierte Mountain Wilderness Deutschland am 2. Juli am Gipfel des Hohen Ifen. Zahlreiche Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen der  Region Allgäu/Kleinwalsertal beteiligten sich an der sehr erfolgreichen Aktion. Die Kritik der Umweltschützer richtet sich vor allem gegen die Verbindungsbahn zwischen dem Hohen Ifen und dem Walmendingerhorn.

Die von den Kleinwalsertaler Bergbahnen  (KBB) projektierte Panoramabahn würde das Landschaftsbild weithin sichtbar beeinträchtigten. Angesichts der hierfür notwendigen massiven  Eingriffe klingen die von den Liftbetreibern vorgebrachten Beteuerungen, das Projekt im „Einklang mit der Natur“ durchführen zu wollen, wenig glaubhaft.

Auf Widerstand stößt die Idee einer  talüberspannenden Gondel nicht zuletzt auch deshalb, weil naturnahe Bergsportarten wie das Wandern und Klettern am Ifen bereits seit Jahren aus Naturschutzgründen streng reglementiert sind. Die technische Erschließung dieser Region macht da nur allzu deutlich, dass das Maß mit dem hier gemessen wird, nicht etwa die Sorge um die Landschaft, sondern der zu erwartende Profit ist.

Mit einer Demonstration am Ifengipfel mit 50 Teilnehmern und einem Infostand in Oberstdorf setzten die Naturschutzverbände daher ein deutliches Zeichen gegen den fortschreitenden Ausverkauf der Bergwelt. Neben der Forderung von  Mountain Wilderness, die Natur als Wert an sich zu schätzen und schützen, betonten die ebenfalls an der Demonstration beteiligten  Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, es sei die  Verantwortung eines jeden, respektvoll mit der Natur umzugehen und sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Auch bei den vielen Wanderern sowohl am  Hohen Ifen als auch in Oberstdorf stt das Vorhaben der KBB auf  Ablehnung und harsche Kritik. Einstimmig war hier zu vernehmen, dass der Reiz einer Urlaubsregion in einer weithin intakten Natur und nicht, wie es ein Gast aus Sachsen formulierte, im “Größenwahn” der Liftbetreiber liege.

Besonders erfreulich für Mountain  Wilderness Deutschland war auch die Tatsache, dass sich die örtlichen Umweltverbände besonders herzlich für die Unterstützung durch eine  überregionale Organisation bedankten.

>>Kurt Diemberger wird Ehren-Präsident von Mountain Wilderness International

Seit Anfang Mai ist der berÜhmte Alpinist und  langjÄhrige MW Garant Kurt Diemberger Ehren-PrÄsident   unseres  internationalen Dachverbandes. Hier seine Antwort auf die einstimmige Nominierung des "Mountain Wilderness Executive Board" vom  April 2011ß

Ich bin tief bewegt über diese Entscheidung und nehme die Ernennung natürlich mit großem Vergnügen und Befriedigung an. Viele Jahre haben uns zusammengeschweißt, du (Jordi Quera) und all die anderen Freunde unseres Vereins, um den natürlichen Zustand von Gebirgszügen über die ganze Welt hinweg zu schätzen. Ich erinnere mich an viele Aktionen, an den Kampf für die Picos D'Europa vor etlichen Jahren,  später für das Gebiet von Atxarte, nicht zuletzt für den Bosco del Cansiglio in Italien oder auch an viele Vorträge auf der ganzen Welt, in denen ich die Wichtigkeit klarmachte, unsere Bergwelt für spätere Generationen freizuhalten von Zerstörungen durch "Tsunamis" von Touristen und die eigene Leistungsgrenze aufrechtzuerhalten, die jeder nur by fair  means überwinden sollte und mit gebührendem Respekt für die größten Gebirge auf der Erde und deren Bevölkerungen."

 Auch wir von Mountain Wilderness Deutschland freuen uns sehr,  dass dieser sowohl alpinistisch als auch menschlich herausragende  Bergsteiger unserem Verein international vorsteht.Kurt Diemberger ist neben Hermann Buhl der einzige Mensch,  der zwei  Achtausender (Broad Peak und Dhaulagiri) erstbestiegen hat.

>> Skitunnel und neue Seilbahn im Zugspitzgebiet geplant

Das Skigebiet am Zugspitzplatt soll durch eine neue Seilbahn und einen aufwändigen Skitunnel mit dem Skigebiet  Ehrwalder Alm verbunden werden. Durch den Tunnelbau, eine neue Seilbahn  und die Ausweitung der Pistenfläche würde massiv in die Landschaft eingegriffen. Eine Seilbahn an der Südflanke des Zugspitzmassivs (Wetterwandeck) würde die imposante Gebirgskulisse sehr stark  beeinträchtigen. Zudem ist eine Ausweitung des Pistenraumes auf dem  Zugspitzplatt zu befürchten.

 

>> Der Piz Val Gronda bleibt bis auf weiteres von Liften verschont.

Hier die Meldung des ORF vom 6.November 2010: “Die Erschließung des Piz Val Gronda in Ischgl steht weiter auf sehr wackeligen Beinen. Aus derzeitiger Sicht sei ein Liftbau aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig, heißt es beim Land. Grund dafür sind seltene Pflanzenarten.

War es vor einiger Zeit ein Steinhuhn, das die Erschließung des Piz val Gronda zu verhindern drohte, so sind es jetzt seltene unter Schutz stehende Pflanzenarten. Aus einem Gutachten - erstellt von drei namhaften Wissenschaftern aus Wien - geht hervor, dass exakt im Erschließungsgebiet Pflanzenarten wie etwa der Bacher'sche Löwenzahn oder der Mähnen-Pippau vorkommen - letzterer sogar österreichweit nur mehr dort.

Seitens des Landes wurde das Gutachten, das der Alpenverein in Auftrag gegeben hatte, durch einen Sachverständigen evaluiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass die erwähnten Pflanzenarten vor allem im Bereich der geplanten Piste bzw. der zu errichtenden Lawinenverbauungen vorkommen. Aus diesem Grund sei das Projekt aus naturschutzrechtlichen Gründen derzeit nicht genehmigungsfähig, betont der dafür zuständige Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner.

Negativen Bescheid werde es seitens des Landes vorerst aber noch keinen geben, betont Gschwentner gegenüber ORF Tirol. Das liege daran, dass die Ischgler Seilbahnen ein Gegengutachten diesbezüglich einholen wollen. Deshalb wird das Land einen Antrag der Ischgler auf Fristverlängerung auch genehmigen.

Auf Grund der Schneelage wird dieses Gegengutachten erst im kommenden Jahr erstellt werden können. Somit zieht sich eine entgültige Entscheidung über die Zukunft des Piz val Gronda weiter in die Länge.“

 

>> Münchner Grüne gegen Olympiabewerbung
Bei der Stadtversammlung der Münchner Grünen am 4. Oktober 2010 hat die große Mehrheit sich mit 92 zu 45 Stimmen gegen die  Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 ausgesprochen.
Die Grüne Jungend München ist eine Gegnerin der Olympiabewerbung der ersten Stunde und hatte die Debatte 2007 in die Grüne Partei gebracht. Die Grüne Jugend München wird am 6. Oktober zusammen mit dem Bündnis  NOlympia eine Aktion während der Vollversammlung des Stadtrats auf dem Marienplatz abhalten um auch in der Öffentlichkeit ein klares  Zeichen gegen die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 zu setzen.

>> Riesiger Speichersee verschandelt die Ötztaler Alpen
Tirols größten und zugleich höchst gelegenen Speichersee für Beschneiung haben die Söldener Bergbahnen in den Ötztaler Alpen geschaffen. Die Betonwanne am Tiefenbachferner fasst 405.000 Kubikmeter Wasser und ist 17 Meter tief.
In diesen Tagen beginnen die Bergbahnen, den auf 2.900 Meter SeehÖhe gelegenen künstlichen See mit dem Namen  "Panorama" zu befüllen. Flächenmäßig ist der See 35.000 Quadratmeter groß.

>> Deutscher Naturschutzring gegen Olympiabewerbung
Der DNR ist aus der Fachkommission Umwelt der Bewerbungsgesellschaft München +2 für  die Olympischen Winterspiele 2018 ausgeschieden.
“Wir halten nach sorgfältiger  Prüfung der Bewerbungsunterlagen und zwei ausführlichen Gesprächen mit  führenden Vertretern der Bewerbungsgesellschaft, dem Generalsekretär  Michael Vesper und dem Präsidenten des DOSB Thomas Bach die Durchführung der Spiele in Garmisch-Partenkirchen mit seinen engen Gebirgstälern und ökologisch bedeutsamen Flächen für nicht  verantwortbar”, betonte Hartmut Vogtmann, Vizepräsident und Delegationsleiter des DNR.
Weitere Infos unter:
 www.dnr.de/presse/index.html/